Was ist ein Seminare

Weiterbildung ist heutzutage DER entscheidende Faktor für die Persönlichkeitsentwicklung und berufliche Qualifizierung. Dabei ist das Seminar eine sehr beliebte Form der Wissensvermittlung. Es lässt sich vom lateinischen „seminare“ (übersetzt: säen) herleiten und ist von seinem Ursprung – und auch heute noch – eine Lehrveranstaltung an einer Universität. Das Seminar dort dient der wissenschaftlichen Vertiefung eines Stoffes und zeichnet sich im Gegensatz zur Vorlesung durch eine kleine Gruppe und eine verstärkte Interaktion der Studierenden aus.

Dasselbe Schema sind Seminare im Rahmen der Erwachsenenbildung, der betrieblichen Fortbildung, der Volkshochschule oder als Veranstaltungen weiterer Bildungsträger oder auch der Jugendbildung sind interaktive Lernveranstaltungen mit Werkstatt-Charakter. Bei dieser einmaligen Weiterbildungsveranstaltung bekommen die Teilnehmer in einer kleinen Gruppe nicht nur – wie bei einem Vortrag – Theorie vermittelt, sondern werden direkt eingebunden.

 

Moderne Methodik und Didaktik bestimmen die Arbeit in Lerngruppen (Soziales Lernen). Sie arbeiten durch Fragen, Teamarbeit, praktische Fallbeispiele, Rollenspiele und Diskussionen aktiv daran mit, sich die neuen Fähigkeiten für die Praxis anzueignen. Gerade im beruflichen Kontext ist das sehr wichtig.

Der Seminarleiter gestaltet ein Lernklima, in dem die Lernenden möglichst optimale Bedingungen für eigenverantwortliches Lernen finden. Meist ist dieses Lernen erfahrungsorientiert (Handlungsorientierter Unterricht).

 

Bei klassischen Seminarthemen wie Rhetorik, Vertriebstraining, Präsentation, Mitarbeitermotivation oder Kundenbeziehungs- und Qualitätsmanagement prägen sich die persönlichen Erlebnisse in Verbindung mit den Ergebnissen deutlich besser ein als Mitschriebe aus informativen Vorträgen. Jeder einzelne profitiert langfristig vom Austausch mit dem Seminarleiter und den anderen Teilnehmern.

Während ein Seminar eine einmalige Veranstaltung ist, die je nach Thema und Intensität auch mehrere Tage am Stück dauern kann, läuft die Wissensvermittlung eines Kurses in mehreren pädagogisch-didaktischen Schritten über einen längeren Zeitraum. Es handelt sich quasi um eine etappenweise Weiterbildung.

Ein Workshop ist dem Seminar am ähnlichsten. Viele Elemente überschneiden sich, weshalb die Begriffe oft verwechselt werden. Dabei gibt es ein deutliches Unterscheidungsmerkmal: Das neue Wissen wird während eines moderierten Workshops hauptsächlich gemeinsam erarbeitet. Das heißt, die Theorie rückt in der Gruppenarbeit gegenüber der Praxis in den Hintergrund. Um das zu ermöglichen, wird darauf geachtet, dass der Teilnehmerkreis in Workshops noch kleiner ist als bei Seminaren.

Von einer Konferenz – auch Kongress, Symposium oder Tagung genannt – spricht man, wenn Menschen zum Austausch und zur Kontaktpflege zusammentreffen, die im gleichen Themenbereich arbeiten. Die Wissensvermittlung erfolgt über Vorträge, Präsentationen, Workshops und Podiumsdiskussionen.

Seminare an Hochschulen (teilweise auch Akademische Seminare genannt) dienen der wissenschaftlichen Vertiefung und können zu beliebigen Themen des Fachgebiets angeboten werden. Im Gegensatz zur Vorlesung zeichnen sie sich durch größere Interaktivität von Leiter und Seminarteilnehmern aus. Dazu soll in kleinen übersichtlichen Gruppen gearbeitet werden (etwa fünf bis zwanzig Teilnehmer), mit Übungen, Diskussionen und Referaten der Studenten (Lernen durch Lehren). Am Ende eines Seminars ist häufig eine Seminararbeit zu erstellen oder vereinzelt eine Klausur zu absolvieren.

 

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